Liebe Arlesheimerinnen und Arlesheimer,
das Coronavirus hat den Alltag für uns alle auf den Kopf gestellt. Der Bundesrat und das BAG sehen vor, dass möglichst alle zuhause bleiben und die sozialen Kontakte weitestgehend einschränken.

Für das Allernötigste darf man ausser Haus gehen. Es gibt jedoch Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören und ihr Zuhause in der aktuellen Situation möglichst nicht verlassen sollten. Andere hingegen gehören nicht zu diesen Risikogruppen und können – mit dem nötigen Abstand – noch Besorgungen erledigen. Diese Menschen wollen wir zusammenführen, indem wir hier einen unkomplizierten Weg bieten, um Nachbarschaftshilfe zu leisten.

So funktioniert es

1.  Auf dieser Website können Sie einen Flyer herunterladen und ausdrucken, um Ihre Unterstützung anzubieten.

2.  Tragen Sie in den Flyer ein, bei welchen Dingen Sie behilflich sein können. Sei es Einkaufen, Hunde ausführen, den Gang zur Post, Abfallentsorgung oder einfach ein "Schwatz" per Telefon – vieles ist denkbar.

3.  Geben Sie Ihre Kontaktdaten auf dem Flyer an.

4.  Verteilen Sie den Flyer in beliebiger Stückzahl in den Briefkästen Ihrer Nachbarschaft.

5.  Wenn Ihre Hilfe benötigt wird, meldet sich die betroffene Person direkt bei Ihnen. Vergessen Sie dabei nicht, einen kontaktfreien Weg zur Übergabe Ihrer Dienste zu vereinbaren.

Wir sind überzeugt, dass in Arlesheim die Hilfsbereitschaft gross ist.
Gemeinsam werden wir diese Krise meistern!


Vier konkrete Beispiele

Hier listen wir Ihnen 4 konkrete Beispiele von Besorgungen auf, welche Sie übernehmen könnten:

1. Einkaufen

Erledigen Sie einen Einkauf (ob Lebensmittel, Tierfutter oder Ähnliches) für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, welche zu einer Risikogruppe gehören. Menschen, die einen Einkauf benötigen, sollten eine kleine und übersichtliche Einkaufsliste erstellen. Besprechen Sie auch wichtige Details wie die Art der Bezahlung oder der Übergabe. Auch hier sollte auf die Hygienevorschriften des BAG geachtet werden. Um Betrug vorzubeugen, empfehlen wir, dass der Unterstützer oder die Unterstützerin die Einkaufsauslagen vorausbezahlt und diese bei der Bereitstellung der Ware zurückerstattet erhält.

2. Hund ausführen

Auch der Hund eines Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation braucht täglichen Freigang. Wir empfehlen, dass am besten Personen, die Erfahrung mit Hunden haben, solche Dienste übernehmen. Wenn Sie sogar selber Hundebesitzer*in sind, können Sie den vierbeinigen Gast eventuell gleich auf Ihre gewohnte Route mitnehmen.

Auch ein Gang zum Tierarzt resp. zur Tierärztin kann eine grosse Hilfe für eine isolierte Person – und das kranke Haustier – sein!

3. Telefongespräch

Wir alle sind derzeit aufgerufen, unsere sozialen Kontakte weitestgehend einzuschränken. Solch eine Isolation kann sehr belastend sein – für alle gesunden Menschen und insbesondere Menschen mit psychischen Erkrankungen. Neue Kontakte bieten die Möglichkeit, neue Horizonte zu öffnen. Eine Gelegenheit, die Nachbarschaft neu kennenzulernen!

4. Abfallentsorgung

Ein Haushalt produziert einigen Abfall wie PET, Glas oder Aluminium, der getrennt entsorgt werden sollte. Auch hier ist eine helfende Hand sehr wertvoll.


 

Hier können Sie einen Flyer zum ausfüllen herunterladen.

Downloads
flyer_arlesheim_hilft.pdf
(PDF, 96 kb | Stand: 18.03.2020)

Hinweis
Gerne halten wir fest, dass wir als Initiant*innen keine Vermittlungs-Dienstleistung erbringen. Wir sensibilisieren und versuchen einen Beitrag zu leisten, damit wir trotz Distanz Solidarität leben können.



 

Fühlen Sie sich krank?

Sollten Sie sich krank fühlen, Fieber oder andere grippeähnliche Symptome haben, muss dies nicht zwingend bedeuten, dass Sie am Coronavirus erkrankt sind.

Bitte bleiben Sie in einem ersten Schritt zu Hause. Es kann gut sein, dass Sie nur eine Erkältung oder eine Grippe haben (Infos zu Grippesymptomen).

Wichtig

Falls Ihre Beschwerden hingegen beunruhigende Faktoren darstellen und behandelt werden müssen (wenn sich zum Beispiel Ihre Atemwegssymptome verschlimmern und Atembeschwerden vorliegen, oder bei hohem Fieber verbunden mit starkem Husten), melden Sie sich umgehend telefonisch beim Ärztefon unter 0800 33 66 55 oder bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt.

Begeben Sie sich in diesem Fall bitte nicht in die Arztpraxis! Ausser Sie werden ausdrücklich ärztlich dazu aufgefordert.


 

Weitere Informationen (BAG)

– Merkblatt Selbstquarantäne:
covid-19_anweisungen_selbst-quarantaene.pdf
(PDF, 117 KB | Stand: 14.03.2020)

– Merkblatt Selbstisolation:
anweisungen_symptomatische-person_selbst-isolation.pdf
(PDF, 163 KB | Stand: 14.03.2020)

– Anweisung wenn Sie mit dem Coronavirus infiziert sind und zu Hause isoliert werden:
covid-19_anweisungen_infiziert_isoliert.pdf
(PDF, 144 KB | Stand: 07.03.2020)

– Plakat Hygienevorgaben:
BAG_Plakat_CoVi_QR_A3_420x297_d.pdf
(PDF, 1.8 MB | Stand: 05.03.2020)

Stets aktuelle Unterlagen/Informationen sowie Empfehlung und Medienmitteilungen erhalten Sie auf der Internetseite des BAG (Bundesamt für Gesundheit).

Link: www.bag.admin.ch

Telefonnummer für Rückfragen
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
BAG-Infoline Coronavirus:
058 463 00 00



 

Liebe Leserin und lieber Leser

Mit grosser Aufmerksamkeit verfolgen wir, wie viel Solidarität in unserem Dorf gelebt wird. Dabei möchten wir uns gar nicht auf die Initiative der Nachbarschaftshilfe fokussieren, sondern zum Beispiel auf die Gemeindeverwaltung verweisen, welche im Hintergrund enorm vieles organisiert, aber auch viele Unternehmer*innen, welche Ihr Hilfeangebot ausgeweitet und neu strukturiert haben.

ProSenectute

Wir berichteten bereits im Wochenblatt Nr. 13 von der ProSenectute, bei welcher man sich unter 061 206 44 44 melden kann, sofern man zur Risikogruppe gehört und aktiv auf Hilfe angewiesen ist (ProSenectute organisiert Einkaufshilfe für beide Basel). Aber es gibt auch viele andere Angebote, welche Angehörige einer Risikogruppe nutzen können. Einen nicht abschliessenden Auszug davon listen wir hier auf.

Apotheke & Drogerie

Unter anderem bietet das Team der Amavita Apotheke & Drogerie Schneeberger einen für Arlesheim und Dornach kostenlosen Hauslieferdienst. Sie nehmen Bestellungen zu Betriebsöffnungszeiten telefonisch unter 058 878 11 40 entgegengenommen.

Mahlzeitendienste

Im Bereich Mahlzeitendienst kann man sich an folgende Dienstleister wenden:
– Spitex Birseck bietet Fertigmahlzeiten/Mahlzeitendienst an
(061 417 90 90, info@spitex-birseck.ch, www.spitex-birseck.ch)

– Stiftung Landruhe in Arlesheim hat Mahlzeiten zum Abholen
(061 706 89 00)

– Stiftung Obesunne in Arlesheim bietet Mahlzeitendienst mit Heimlieferung
(061 705 07 09)

– Restaurant Stärne in Arlehseim bietet einen Mahlzeitendienst mit Heimlieferung
(061 701 99 52, www.werkstar.ch)

Haben wir jemanden vergessen?

Und die Liste wird sich mit Sicherheit in den kommenden Wochen ergänzen lassen. Bieten Sie ebenfalls Dienstleistungen für Risikogruppen an? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Wie man sieht, halten wir in Arlesheim zusammen. Ein für uns in diesem Zusammenhang inspirierendes Sprichwort lautet:

«Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.»
Es wurde von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 - 1888),
Gründer der Raiffeisengenossenschaft verfasst.


In diesem Sinne, lasst uns gemeinsam helfen, was dem Einzelnen nicht möglich ist!

Herzliche Grüsse,
Ihre Tanja Hauck und Monika Strobel



 

Wer steckt hinter dieser Initiative?

Wir sind ein kleines Team, welches sich zusammengetan hat, um innert kürzester Zeit die Nachbarschaftshilfe Dornach und nun auch Arlesheim ins Leben zu rufen. Wir sind gerne auch bereit, weitere Gemeinden mit dieser Form von Nachbarschaftshilfe zu unterstützen.

Kontakt
Wollen Sie uns in irgendeiner Form unterstützen?
Anregungen oder Korrekturen anbringen?
Lob oder Kritik aussprechen?
Oder uns einfach eine Frage stellen?

Gerne beantworten wir Ihr Mail so bald wie möglich:
hilfe@nachbarschaftshilfe-arlesheim.ch


Abschliessend in eigener Sache

Wir erleben eine belastende Zeit. Wenn wir uns jetzt aus Solidarität mit unseren Mitmenschen an die Vorgaben des Bundes halten und zuhause bleiben, hilft es, nicht darauf zu achten was nicht mehr geht, sondern was weiterhin möglich ist!

Wir können die sozialen Medien endlich so verwenden, wie sie gedacht waren, also zum sozialen Austausch. Wir können den Frühlingsputz vorziehen, dabei gleich eine Entrümpelung machen, zusammen Spiele spielen oder endlich das Buch lesen, das schon lange auf dem Nachttisch verstaubt. Und wenn uns die Decke auf den Kopf fällt, dürfen wir nach wie vor – zwar alleine – einen Spaziergang oder eine Velofahrt unternehmen und uns daran erinnern, dass auch schlimme Dinge vorübergehen.

Herzlichst,
Ihr Nachbarschaftshilfe Arlesheim Team

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